Souhung ist eine Coming of-Age Collage ab 15 Jahren, basierend auf Martin Franks  bärndeutschen Roman «Ter Fögi ische Souhung». Max Gnant erzählt assoziativ und bruchstückhaft die Geschichte einer bedingungslosen, queeren und selbstzerstörerischen Liebe. Mal als seelische Innenschau, mal als Beschreibung alltäglicher Vorgänge. Die Atmosphäre ist intim, rauschhaft und geprägt vom Verlust des Zeitgefühls, durchbrochen von glasklaren Gefühlen, Visionen und dem Unvermögen, in dieser genormten Welt seinen Platz zu finden. Das Stück ist ein Plädoyer für Fragilität und Offenheit.

Martin Franks Roman «Ter Fögi ische Souhung» ist zu Unrecht in Vergessenheit geraten. 1996 verfilmt und mit dem Schweizer Filmpreis geehrt, ist die Geschichte in unserer Generation kaum bekannt. Damals ein emanzipatorischer Meilenstein, liest sie sich heute als tragisch-berührende Liebesgeschichte zweier junger Menschen, ihrem Unmut mit dem System, in dem sie leben sollen und den Herausforderungen einer angeschlagenen Psyche. Seit seinem Erscheinen vor über 40 Jahren hat der Text nichts an Aktualität verloren. Der Versuch einer poetischen Überhöhung des Schweizerdeutschen sucht seinesgleichen. Die Geschichte von Fögi und Beni gehört zur soziokulturellen Prägung Zürichs und der Schweiz genau wie der Platzspitz und muss aus aktueller Perspektive erzählt werden. Soweit uns bekannt, gab es noch keine Bühneninszenierung von Franks «Fögi». Franks Sprache ist eine Instanz, was Schweizer Mundart Literatur angeht und dieser musikalisch und szenisch, jenseits des Schriftbildes gerecht zu werden, ein reizvolles künstlerisches Ziel.



Theater am Gleis WINTERTHUR

03/09/22    Teaser im Rahmen vom Openhouse


Theater am GleiS WINTERTHUR

FR 16/09/22    20 UHR        Premiere
SA 17/09/22    20 UHR        Vorstellung


Tojo theater Bern

FR 23/09/22    20.30 UHR    Vorstellung
SA 24/09/22    20.30 UHR    Vorstellung
SO 25/09/22    16 UHR         Vorstellung 



Zentralwäscherei Zürich

FR 04/11/22    20 UHR        AUSVERKAUFT
SA 05/11/22    20 UHR        Vorstellung
So 06/11/22    18 UHR        AUSVERKAUFT
FR 11/11/22    20 UHR        Vorstellung

SA 12/11/22    20 UHR        Vorstellung



Thik Baden

FR 02/06/23    20.15 UHR   Vorstellung
SA 03/06/23    16 UHR        Vorstellung






Spiel und Konzept
Max Gnant
Regie und Dramaturgie
Maria Rebecca Sautter und David Koch
Szenografie
Lea Niedermann
Produktion und Koordination
Christopher Kriese und Donia Sbika
Licht, Technik und Bühnenbau
Jonas Schaller
Theaterpädagogik
Lena Steinemann und Nina Balmer
Grafik
Sandra Zimmermann

vanderbolten.production

Vanderbolten.production ist ein Verein für junges Kulturschaffen. Gegründet wurde er 2020 von Max Gnant, Anna Graf, Sämi Messerli, Jonas Schaller und weiteren Mitarbeitenden im Rahmen der Stückentwicklung «Kaiser! – König auf der Reservebank».  Mit «Souhung» nimmt die Gruppe das zweite Projekt in Angriff. Das Kollektiv vanderbolten.production arbeitet kollaborativ und sucht nach sinnvollen Aufgabenverteilung, um eine angenehme und fruchtbare Produktion zu gestalten. Längerfristig untersucht die Theatergruppe neue Organisationsformen und möchte den Austausch zwischen den Theaterschaffenden fördern und leben.  «Kaiser!» war in Zürich, Bern Biel, Baden und Emmenbrücke zu sehen, Schulvorstellungen wurden von der Stadt Bern und dem Kanton Aargau gekauft und das Stück wurde als Schulhausvorstellung von «Schule und Kultur» ab im Schuljahr 21/22 auch in Zürich einem breiteren jungen Publikum zugänglich gemacht. «Sohung» wird als Koproduktion mit dem Theater am Gleis Winterthur, dem Tojo Theater Bern und dem Theater im  Kornhaus Baden realisiert und aufgeführt.


SOUHUNG Trailer from Lucas van der Bolten on Vimeo